Turnierregeln

Präambel

  • Diese Turnierregeln können und sollen nicht alle möglichen Situationen regeln, die während eines Turniers auftreten können. Die Turnierleitung wird sich in jedem Fall bemühen, bei Streitfällen eine faire und den Umständen angemessen Lösung zu finden.

Allgemeines

  • Spielrichtung, Farbe der Steine und Sitze werden durch Würfeln vor Beginn des Spieles festgelegt. Farbe und Spielrichtung werden daraufhin während des ganzen Matches beibehalten.
  • Alle Matches sind im Spielsaal oder auf der Terrasse auszutragen, wenn nicht die Turnierleitung ausdrücklich andere Möglichkeiten gestattet.
  • Turniermatches in der Main- und Consolation-Gruppe sind vorrangig vor anderen (nicht zum Turnier gehörigen) Matches zu spielen, es sei denn, die Turnierleitung legt etwas anderes fest.
  • Es steht jedem Spieler frei, den Gegner darum zu bitten, nicht zum Spiel gehörende Gegenstände von der Tischoberfläche zu entfernen.
  • Mobiltelefone sind während den Matches auszuschalten. Es ist nicht gestattet, während des Matches Anrufe entgegenzunehmen.
  • In den Turnierräumen und auf den angrenzenden Fluren wird nicht geraucht.

Notation des Matchverlaufs

  • Der Punktestand eines Matches ist nach jedem Spiel von beiden Spielern schriftlich zu notieren. Die Turnierleitung stellt hierfür Matchkarten zur Verfügung.
  • Bei jeder Streitigkeit, die die Spielergebnisse betrifft, wird gegen den Spieler entschieden, der die Ergebnisse nicht mitnotiert hat.
  • Ist ein Match beendet, so ist das Ergebnis unter Vorlage der Matchkarte unverzüglich der Turnierleitung mitzuteilen.

Würfeln

  • Die Spieler dürfen die Würfel vor Beginn jedes einzelnen Spiels austauschen.
  • Sobald ein Spiel in Gang ist, dürfen die Würfel nicht mehr ausgewechselt werden.
  • Es besteht kein Anspruch auf Präzisionswürfel.
  • Die Turnierleitung behält sich vor, zu jedem Zeitpunkt während des Matches ohne vorherige Ankündigung die Würfel auszutauschen.
  • Es darf erst dann gewürfelt werden, wenn der Gegner die Würfel aufgehoben und damit seinen Zug beendet hat. Sollte ein Spieler würfeln, bevor er an der Reihe ist, muss er auf Verlangen seines Gegners den Wurf wiederholen.
  • Berührt ein Spieler beim Würfeln einen oder beide Würfel, bevor diese zur Ruhe gekommen sind, kann der Gegner bestimmen, dass der Wurf wiederholt werden muss.
  • Die Spieler müssen auf der rechten Seite des Boards würfeln.
  • Es darf nur mit Würfelbechern gewürfelt werden. Es ist unzulässig, aus der Hand zu würfeln.
  • Beide Würfel müssen vor dem Wurf im Würfelbecher heftig geschüttelt werden. Der Würfelbecher muß sichtbar sein, wenn der Wurf erfolgt. Beide Würfel müssen den Würfelbecher zur gleichen Zeit verlassen, ohne daß Hand oder Finger die Würfel berühren.
  • Die Würfel müssen sichtbar über das Board rollen. Es ist unzulässig, die Würfel mit dem Würfelbecher "hinzulegen".
  • Beide Würfel müssen flach auf der Boardfläche liegen bleiben. Sollten einer oder beide Würfel "brennen" (nicht flach auf dem Brett liegen), muss nochmals neu gewürfelt werden. Ist ein Spieler der Meinung, daß seine Würfel brennen, so muß er das Einverständnis seines Gegner einholen, bevor er neu würfelt.
  • Es ist unzulässig, die Würfel wieder aufzunehmen und noch einmal zu würfeln, wenn ein Würfel in zulässiger Position zum Stehen gekommen ist und der andere sich noch bewegt.
  • Die Würfelbecher beider Spieler haben zwischen den Würfen auf dem Tisch zu bleiben. Zu keinem Zeitpunkt darf sich der Becher unterhalb des Tisches befinden.
  • Gleiches gilt für die Würfel.
  • Das absichtliche Wegwerfen der Würfel ist unzulässig und kann mit einem Strafpunkt belegt werden.

Ausführen des Zuges

  • Um das Ziehen übersichtlich zu gestalten und Streitfälle zu vermeiden, darf der Zug nur mit einer Hand ausgeführt werden. Wenn die Würfel zur Beendigung des Zuges vom Board genommen werden, so muss dies ebenfalls mit der gleichen Hand geschehen.
  • Solange die Würfel nicht vom Board genommen wurden, dürfen Züge wieder rückgängig gemacht werden.
  • Beim Ausprobieren von Zügen, dürfen nicht mehr Augen gezogen werden, als gewürfelt worden sind.
  • Beim Ausprobieren ist unbedingt darauf zu achten, dass jederzeit die Ausgangsposition wiederhergestellt werden kann.
  • Gegnerische Steine dürfen (außer wenn diese geschlagen werden) nicht berührt oder verschoben werden.
  • Falls es im Rahmen der Spielregeln möglich ist, müssen die Augenzahlen beider Würfel gespielt werden. Es steht dem Spieler frei, welche Zahl er zuerst spielt. Falls nur eine Zahl gespielt werden kann, ist die höhere Zahl zu ziehen.
  • Kann die höhere Zahl nur gezogen werden, wenn mit einem Stein zuerst die niedrigere Zahl gezogen wird, so ist dieser Stein entsprechend zu ziehen.
  • Wenn während eines Spieles ein Stein eines Spielers außerhalb des Boards aufgefunden wird, steht es dem gegnerischen Spieler zu, entweder den Stein seines Gegners auf die Bar zu setzen oder seinen Gegner zu zwingen, mit 14 Steinen weiterzuspielen. Der Spieler mit 14 Steinen kann weiterhin ein Gammon oder Backgammon verlieren.

Schlagen eines Steins

  • Beabsichtigt ein Spieler, einen Stein zu schlagen, muss er diesen aufheben und auf die Bar setzen. Es genügt nicht, nur auf den Stein zu klopfen oder durch eine Handbewegung die Absicht zu schlagen anzudeuten.
  • Jeder im Laufe des Spieles geschlagene Stein muss auf die Bar gesetzt werden.
  • Es ist unzulässig, einen oder mehrere Steine in der Hand zu halten.

Fehlerhaftes Ziehen

  • Absichtliches fehlerhaftes Ziehen ist unzulässig.
  • Sobald ein Spieler seine Würfel aufgehoben hat, darf ihn sein Gegner nur dann darauf hinweisen, dass der Zug unrichtig gewesen sei, wenn er wünscht, dass dieser korrigiert wird. Weist er nicht darauf hin, bleibt der Zug wie gespielt.
  • Das Intervenieren eines Zuschauers in einem solchen Fall ist unzulässig; bei Verstoss gegen diesen Grundssatz kann der Zuschauer, sofern er Turnier-Teilnehmer ist, vom Turnier ausgeschlossen werden.
  • Wurde ein Spieler auf einen fehlerhaften Zug hingewiesen, so steht es ihm zu, den Zug völlig neu auszuführen. Sobald er seinem Gegner die Erlaubnis zum Würfeln erteilt, ist der Zug beendet.

Beendigung des Zuges

  • Ein Spieler hat seinen Zug vollendet, wenn er einen oder beide Würfel von der Boardfläche nimmt. Dafür genügt es, dass mindestens ein Würfel das Board nicht mehr berührt.
  • Das vorsichtige Verschieben der Würfel ist gestattet, falls deren Position auf dem Board ein Ziehen der Steine erschwert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Würfel nicht vom Spielbrett abgehoben und nicht verdreht werden.
  • Das verdeckte Verschieben beider Würfel gilt als Aufheben.

Zu langsames Spielen

  • Zu langsames Spielen gefährdet den Ablauf des Turniers. Aus diesem Grund ist die Turnierleitung berechtigt, Strafpunkte zu vergeben.
  • Wenn ein Spieler der Meinung ist, dass sein Gegner zu langsam spielt, kann er einen Protest bei der Turnierleitung einbringen. Die Turnierleitung wird dann das Match beobachten. Wenn dabei festgestellt wird, dass der Spieler die allgemein üblichen Zeiten für das Ausführen eines Zuges fortwährend überschreitet, wird dem entsprechenden Spieler eine Verwarnung erteilt.
  • Stellt die Turnierleitung von sich aus fest, dass ein oder beide Spieler eines Matches die üblichen Zeiten für das Ausführen eines Zuges fortwährend überschreiten, oder dass das Match in Bezug auf den ausliegenden Zeitplan in Verzug ist, wird eine Verwarnung erteilt.
  • Wenn die Überschreitung trotz Verwarnung weiter andauert, so erhalten der entsprechende Spieler oder beide Spieler einen Strafpunkt. In einem Match können mehrere Strafpunkte vergeben werden.
  • Die Strafpunkte werden sofort zum Punktestand des Gegners hinzugezählt und nicht vom Punktestand des übertretenden Spielers abgezogen. Erreicht dieser Spieler dadurch die für den Matchgewinn notwendige Punktzahl, ist das Match sofort beendet.
  • Stellt die Turnierleitung fest, dass entsprechend dem Matchstand, bezogen auf den allgemeinen Zeitablaufplan, zu langsam gespielt wird, kann sie beiden Spielern einen oder mehrere Strafpunkte auferlegen, wenn die Feststellung, welcher der beiden Spieler zu langsam spielt, unklar oder streitig ist, oder wenn feststeht, dass beide Spieler zu langsam spielen.
  • In diesem Fall kann die Turnierleitung auch verfügen, dass der Würfel ab dem nächsten Spiel um eine Verdopplungsstufe erhöht wird, d.h. das Spiel beginnt mit dem Doppler in der Mitte auf 2, 4 oder höher. Sie kann ebenfalls verfügen, dass nach Massgabe einer Backgammonuhr gespielt wird.

Spiele mit der Backgammonuhr

  • Die Turnierleitung kann zu Beginn oder während eines Matches verfügen, dass mit einer Backgammonuhr gespielt wird. Ein Anspruch auf den Einsatz einer Backgammonuhr seitens der Spieler besteht nicht.
  • In Spielen mit Einsatz der Backgammonuhr steht jedem Spieler für das Match ein Zeitkontingent von 2 Minuten mal Matchlänge zur Verfügung (Beispiel: in einem Match auf 11 Siegpunkte steht jedem Spieler ein Zeitkontingent von 22 Minuten zur Verfügung). Außerdem wird den Spielern für jedem Zug bzw. Dopplerentscheidung eine Bedenkzeit von 15 Sekunden gewährt, die nicht auf ihr Zeitkontingent angerechnet wird.
  • Falls die Turnierleitung den Einsatz der Backgammonuhr für ein bereits laufendes Spiel verfügt, wird das Zeitkontingent für jeden Spieler um eine Minute für jeden bereits erzielten Punkt gekürzt (Beispiel: wird die Backgammonuhr bei einem Match auf 11 Siegpunkte beim Stand von 9:3 eingesetzt, steht jedem Spieler für den Rest der Partie ein Zeitkontingent von 10 Minuten zur Verfügung.
  • Spiele mit Backgammonuhr werden mit nur einem Würfelpaar gespielt, das von beiden Spielern benutzt wird. Nach dem Eröffnungswurf wird die Backgammonuhr von demjenigen Spieler gestartet, der die niedrigere Zahl gewürfelt hat. Im Anschluß daran macht der Spieler, der die höhere Zahl gewürfelt hat, seinen Eröffnungszug.
  • Ein Zug wird beendet, indem der Spieler die Backgammon-Uhr betätigt. Die Würfel verbleiben dabei auf dem Board. Durch Betätigen der Uhr wechselt automatisch die Anrechnung der verstreichenden Zeit von seinem Zeitkontingent auf das des Gegners. Die Backgammon-Uhr muss auch dann zum Abschluss eines Zuges betätigt werden, wenn dem Gegner keine Möglichkeiten für einen Zug zur Verfügung stehen (z.B. bei geschlossenem Homeboard). Erst nach dem Betätigen der Backgammon-Uhr darf der gegnerische Spieler die Würfel vom Board nehmen, um zu Würfeln und seinen Zug durchzuführen.
  • Zum Anbieten einer Verdopplung legt ein Spieler den Verdopplungswürfel mit der entsprechenden Seite auf das Board, sagt 'Ich doppele' und betätigt anschließend die Backgammonuhr. Falls sich der Gegner zur Annahme der Verdopplung entschließt, legt er zunächst den Verdopplungswürfel auf seine Seite des Boards, sagt 'Take' und betätigt erst danach die Backgammonuhr.
  • Die Backgammon-Uhr darf während eines Matches angehalten werden, um
    • vom Tisch heruntergefallene Würfel wieder aufzuheben
    • vor dem Wurf eine Aufgabe des aktuellen Spiels anzubieten
    • die Steine nach dem Ende eines Spieles für das nächste Spiel wieder aufzustellen oder eine den Regeln entsprechende Pause einzulegen
    • einen Zug durchzuführen, falls der Gegner nach Abschluss des vorherigen Zuges irrtümlicherweise die Würfel vom Board genommen hat
    • einen nicht legalen Zug des Gegners zu reklamieren
    • die Turnierleitung zur Entscheidung in einem Streitfall heranzuziehen

  • Der Spieler, der nicht am Zug ist, darf die Würfel nicht berühren, bis sein Gegner die Backgammonuhr zur Beendigung des Zuges betätigt hat. Nimmt ein Spieler die Würfel trotzdem auf, obwohl er nicht am Zug ist, so darf er bei seinem nächsten Zug erst nach Ablauf seiner Grundbedenkzeit würfeln.
  • Falls das Zeitkontingent eines Spielers vor der Beendigung seines Zuges abgelaufen ist, verliert er automatisch das Match.

Fehlerhafte Startaufstellung

  • Ein Fehler in der Startaufstellung muss sofort korrigiert werden, wenn dies bemerkt wird.
  • Bereits gezogene Steine verbleiben dabei auf ihrer Position.
  • Die Turnierleitung kann jedoch entscheiden, daß das Spiel neu begonnen werden muß.
  • Die Aufstellung bleibt wie sie ist, nachdem jeder Spieler zweimal gewürfelt hat.

Doppeln

  • Die nachstehend definierte Crawford-Regel findet bei allen Matches Anwendung:
  • Wenn ein Spieler den Matchpunkt (z.B. 12 Punkte in einem 13-Punkte-Match) erreicht hat, darf im ersten Spiel, das folgt (aber nur in diesem), nicht gedoppelt werden.
  • Automatische Doppel sind unzulässig.
  • Beavern ist nicht zulässig.
  • Beide Spieler haben darauf zu achten, dass sich der Verdopplungswürfel zu Beginn jedes Spieles in der Mitte des Boards befindet.
  • Es darf nur nach Abschluss des gegnerischen Zuges und vor dem eigenen Wurf gedoppelt werden. Hat ein Spieler jedoch gedoppelt, bevor der Gegner den vorherigen Zug abgeschlossen hat, so kann er den Verdoppelungswürfel nicht zurücknehmen. Es gelten die Regeln für fehlerhaftes Ziehen.
  • Wurde in einem Spiel noch nicht gedoppelt, so sind beide Spieler zum Doppeln berechtigt.
  • Wurde in einem Spiel bereits gedoppelt, so ist immer nur der Spieler zum Doppeln berechtigt, der zuletzt das Doppel akzeptiert hat.
  • Ein Spieler, der doppelt, hat deutlich zu sagen: "Ich doppele". Der Verdopplungswürfel muss (mit der entsprechenden Fläche nach oben zeigend) auf die gegnerische Seite des Boards gelegt werden. Mit dem Würfeln ist zu warten, bis der Gegner ausdrücklich angenommen oder abgelehnt hat.
  • Ein Spieler, der beschließt, den Doppler anzunehmen, hat deutlich zu sagen: "Ich nehme an" oder "Take".
  • Sobald ein Spieler den Verdopplungswürfel ausdrücklich angenommen hat, gilt das Spiel als verdoppelt.
  • Der Spieler, der den Verdopplungswürfel angenommen hat, muss den Verdopplungswürfel in der korrekten Position in den linken oder rechten Außenrand des Boards auf der ihm zugewandten Boardseite legen.
  • Beide Spieler haben darauf zu achten, dass sich der Verdopplungswürfel nach dem Doppeln auf dem richtigen Platz und in der richtigen Position befindet.
  • Ein Spieler, der beschließt, den Doppler abzulehnen, hat deutlich zu sagen: "Ich lehne ab" oder "Pass".
  • Nicken oder Handzeichen usw. sind kein zulässiger Ersatz für das Doppeln oder das Annehmen.
  • Im Falle einer Meinungsverschiedenheit bezüglich der Position des Verdopplungswürfels gilt die tatsächliche Lage und Position des Verdopplungswürfels. Befindet sich der Verdoppelungswürfel in der Mitte des Boards, so hat er den Wert 1, unabhängig davon, welche Zahl auf der nach oben weisenden Seite zu sehen ist.

Matchpunktezahl

  • Alle Matches werden bis zur festgesetzten Punktezahl gespielt. Die Spieler sind dazu angehalten, sich vor Matchbeginn bei der Turnierleitung über die festgesetzte Punktezahl zu informieren. Die Spieler sind nicht berechtigt, sich untereinander auf eine andere Punktezahl zu einigen.
  • Falls ein Match bis zu einer unkorrekten Punktezahl gespielt wurde, trifft die Turnierleitung eine entsprechende Entscheidung. (Sind beide Spieler von einer falschen Punktezahl ausgegangen, so steht der Spieler als Gewinner fest, der zuerst diese unkorrekte Punktezahl erreicht hat).
  • Stellt die Turnierleitung während eines Match fest, dass dieses auf eine andere als die festgesetzte Punktezahl gespielt wird, so kann die Turnierleitung mit sofortiger Wirkung die für dieses Match gültige Punktezahl korrigieren.
  • Sollte ein Spieler aus Versehen ein Match aufgeben, obwohl sein Gegner die erforderliche Punkteanzahl noch nicht erreicht hat, so wird diese Aufgabe als gültig betrachtet, sobald der Name des Gewinners auf der Turnierliste eingetragen ist.
  • Wurde ein Match auf eine andere als die festgesetzte Punktezahl gespielt, so werden bei einer niedrigeren Punktezahl nur diese Punkte für die Rangliste gewertet; wurde auf eine höhere Punktezahl als die festgesetzte gespielt, so wird nur die von der Turnierleitung für dieses Match festgesetzte Punktezahl für die Rangliste gewertet.
  • Settlements oder andere Übereinkünfte dürfen zu keiner Zeit gemacht werden. Gesettelte Matches gelten als nicht gespielt, sie werden für die Jahreswertung nicht gewertet. In Fällen, in denen zum möglichen Nachteil oder Vorteil eines dritten Turnierteilnehmers gesettelt oder eine andere Übereinkunft getroffen wurde, können beide Teilnehmer vom Turnier ausgeschlossen werden. Der Ausschluss findet rückwirkend statt, so als wäre das gesettelte Match nicht gespielt worden.

Verhalten bei Streitfällen

  • Im Streitfall sind Steine und Würfel und alles, was zum Spiel gehört, unberührt zu lassen. Ein Mitglied der Turnierleitung. wird gebeten, sich den Streitfall anzusehen. Jede Veränderung durch einen Spieler erzeugt einen Verdacht zu seinen Ungunsten.
  • Der Turnierleitung steht es frei, weitere sachverständige Personen beratend oder mitentscheidend zu einer Entscheidungsfindung hinzuzuziehen. Dies können auch nicht betroffene Turnierteilnehmer sein.
  • Die Entscheidung der Turnierleitung ist in einem Streitfall endgültig.
  • Ein einfacher Sieg wird mit einem Punkt gewertet, ein Gammon mit zwei Punkten, ein Backgammon mit drei Punkten.
  • Gammons und Backgammons gelten in allen Matches des Turniers.
  • Die "Jacoby-Regel" kommt nicht zur Anwendung.
  • Wird ein Spiel dadurch beendet, dass ein Spieler zuerst alle Steine abgetragen hat, so wird der Wert des Spiels mit dem Wert der aktuellen Position des Dopplerwürfels multipliziert. (Wurde nicht gedoppelt, so hat der Verdopplungswürfel den Wert 1).
  • Wird ein Spiel dadurch beendet, dass ein Spieler gedoppelt wird und diesen Verdopplungswürfel ablehnt, so wird dieses Spiel mit dem Wert gewertet, den der Dopplerwürfel hatte, bevor der ablehnende Spieler gedoppelt wurde. (Z. B. wird bei einem Doppel auf 4 das Spiel bei einem Pass mit 2 Punkten gewertet).

Pausen

  • Während eines Match stehen jedem Spieler zwei Unterbrechungen von einer maximalen Dauer von je 5 Minuten pro Match zu.
  • Wenn ein Spiel bereits in Gang ist, sind keine Unterbrechungen erlaubt. Die zulässigen Unterbrechungen haben zwischen den Spielen zu liegen.
  • Zwischen zwei Matches steht einem Spieler eine Pause von 15 Minuten zu.

Pünktlichkeit

  • Die Spieler haben pünktlich zu den Matches zu erscheinen.
  • Jeder Spieler ist selbst dafür verantwortlich, rechtzeitig zu erscheinen. Er hat zu überprüfen, ob irgendwelche Änderungen des Turnierzeitplanes vorgenommen wurden.
  • Unwissenheit schützt nicht vor Strafpunkten für Zuspätkommen.
  • Ein Match hat spätestens dann zu beginnen, wenn beide Spieler das jeweils vorangehende Match beendet haben und die ihnen zustehende Pausenzeit abgelaufen ist.
  • Jeder Spieler, der sich vorübergehend aus dem Spiellokal entfernen will (z. B. weil er auf seinen nächsten Gegner warten muß), vereinbart in seinem eigenen Interesse mit der Turnierleitung einen Zeitpunkt, an dem er spätestens wieder im Spiellokal sein muss und das nächste Match beginnen kann. Ist er zum vereinbarten Zeitpunkt nicht wieder anwesend, so gilt er als verspätet und erhält Strafpunkte.
  • Strafpunkte werden folgendermaßen vergeben: 1 Punkt pro 5 Minuten Verspätung ab 15 Minuten nach der angegebenen Beginnzeit. Diese Strafpunkte werden dem Gegner gutgeschrieben.
  • Sobald einem Spieler mehr als die Hälfte der zum Gewinn benötigten Punkte gutgeschrieben worden sind (z.B. 5 Punkte in einem 9-Punkte-Match), wird dieser zum Gewinner des Matches erklärt.
  • Sobald ein Match in Gang ist, dürfen schriftliche Aufzeichnungen nur im Zusammenhang mit dem Punktestand gemacht werden.
  • Mechanische und elektronische Hilfsmittel jeglicher Art sind während des Matchs verboten.
  • Sobald ein Match in Gang ist, ist es streng untersagt, schriftliches Material über Backgammon (Wahrscheinlichkeitstabellen etc.) mitzuführen bzw. zu verwenden.
  • Während des Spiels ist es den Teilnehmern nicht gestattet, Musik oder andere Aufnahmen zu hören. Es ist untersagt, Kopfhörer zu tragen.
  • Die Verwendung von unerlaubten Hilfsmitteln hat den sofortigen Ausschluss vom Turnier zur Folge.

Zuschauer

  • Während der Austragung eines Matches haben die Zuschauer absolutes Stillschweigen zu bewahren.
  • Zuschauer sind nicht berechtigt, Spieler auf unrichtige Züge aufmerksam zu machen oder Kommentare bezüglich des Spiels abzugeben. Sie haben sich still zu verhalten.
  • Zuschauer dürfen auch keine nonverbalen Hinweise (Mimik, Gestik) in Bezug auf das Spielgeschehen geben.
  • Jegliche Verständigung von Spieler und Zuschauer hat die sofortige Disqualifikation sowohl des Spielers als auch des Zuschauers in diesem Turnier zur Folge. Ist der Zuschauer Turnierteilnehmer, kann er auch vom Turnier ausgeschlossen werden.
  • Jedem Spieler steht das Recht zu, Zuschauer ohne Angabe von Gründen zum Verlassen des Spieltisches aufzufordern.
  • Die Turnierleitung kann verfügen, dass ein bestimmter Zuschauer, mehrere Zuschauer oder alle Zuschauer einem bestimmten Match fernzubleiben haben.
  • Die Turniersprachen sind Deutsch und Englisch. Bei der Austragung eines Matches sind Unterhaltungen zwischen Spielern und Zuschauer oder unter den Zuschauern nur in diesen Sprachen gestattet.

Rangliste

  • Mit der Registrierung erhält jeder Teilnehmer 7 Ranglistenpunkte (Anwesenheitspunkte).
  • Für jedes gewonnene Match wird jeweils die Matchpunktezahl gewertet, also z. B. 7 Punkte bei einem gewonnenen 7-Punkte Match.
  • Freilose (byes) werden mit 0 Punkten gewertet.
  • Die Rangliste wird nur für die Klasse der Champions geführt.
  • In der Saisonrangliste ist derjenige Spieler besser platziert, der mehr Punkte hat. Sind zwei oder mehr Spieler nach der Ranglistenpunktzahl gleich platziert, dann ist der Spieler besser platziert, der mehr Turniersiege aufzuweisen hat. Führt dies zu keiner Entscheidung so ist der Spieler besser platziert, der weniger Turniere gespielt hat.
  • Die jeweils aktuellen Ranglisten sind auf www.backgammon-frankfurt.de zu finden.
  • Spieler, die von dem Turnier ausgeschlossen wurden, erhalten nur ihre bis zum Zeitpunkt des Ausschlusses erreichte Punktzahl für die Jahresendwertung gutgeschrieben. Sie haben keinen Anspruch auf Rückzahlung des Startgeldes.

Abschluss

  • Diese Turnierregeln sind für alle verbindlich, die aktiv oder passiv am Backgammon-Turnier HessenCup teilnehmen.
  • Jeder Verstoß eines Spielers gegen das turnierübliche Verhalten hat nach Entscheidung der Turnierleitung den Ausschluss des Spielers aus dem Turnier zur Folge.